Die Chancen, Krankheiten durch ernährungsmedizinische Maßnahmen zu vermeiden oder günstig zu beeinflussen, wird in Deutschland noch viel zu wenig genutzt. Dies zumindest ist die Überzeugung von Professor Hans Hauner, Direktor der Else Kröner-Fresenius-Stiftung für Ernährungsmedizin. Deshalb wurde Anfang Dezember die erste Hochschulambulanz Deutschlands am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München gegründet. Dort sollen Patienten mit Übergewicht, Diabetes, Stoffwechselstörungen, Magen-Darm-Erkrankungen, Essstörungen und Mangelernährung ambulant betreut werden. Dabei werden auch relativ neue Verfahren zum Einsatz kommen, wie etwa die operativen Verfahren bei extremem Übergewicht.
Mit solchen und ähnlichen Einrichtungen ließe sich vielleicht ernährungsmedizinischen Problemen endlich beikommen, denn - so Hauner - ca. 30 Prozent aller Ausgaben im Gesundheitswesen seien auf eine ungesunde Ernährungsweise zurückzuführen.