Wohl dem, der die ganze Palette der modernen Lebensmittel in vollen Zügen genießen kann. Leider ist dies längst nicht jedem gegeben, denn eine wachsende Gruppe unter uns kann aus verschiedensten Gründen bestimmte Lebensmittel nicht vertragen. Von der leichten Übelkeit bis hin zum tödlichen anaphylaktischen Schock reicht das Spektrum der Symptome. Die Gründe hierfür sind – wie gesagt – unterschiedlich. Die häufigsten Erkrankungen, die durch Lebensmittel ausgelöst werden können, wollen wir Ihnen hier vorstellen.
Wenn Sie unseren letzten Newsletter gelesen haben, wissen Sie, dass etwa fünf Prozent der Deutschen an der so genannten Laktose-Intoleranz leiden. Laktose ist der Zucker, der in der Milch und – in unterschiedlichen Mengen – auch in Milchprodukten enthalten ist. Er besteht aus zwei Einzelzuckern. Damit der Darm diese durch die Darmwand ins Blut aufnehmen kann, muss die Laktose in ihre zwei Einzelbausteine aufgespalten werden. Das erledigt normalerweise ein Enzym namens Laktase. Und dieses Enzym ist bei Menschen, die an einer Laktose-Intoleranz leiden, nicht oder nur in geringen Mengen vorhanden.
Nun wäre die Tatsache, dass der Milchzucker nicht vom Darm aufgenommen werden kann, an sich noch nicht schlimm. Doch bleibt er im Darm, richtet er dort Unheil an. Er wird von Bakterien zu Milchsäure umgebaut, dabei entstehen Gase, die zu Blähungen und Krämpfen führen. Zudem zieht die Milchsäure Wasser aus dem Körper in den Darm und verursacht dadurch wässrigen Durchfall. Auch Übelkeit und Abgeschlagenheit sind typische Symptome. Manche Menschen mit einer Milchzuckerunverträglichkeit werden schon nach dem Genuss geringer Mengen von Milch krank, andere können – weil sie noch geringe Mengen des Enzyms besitzen – etwas Milch vertragen.
Wie die Laktase können auch andere Enzyme fehlen, die zum Abbau und zur Verwertung bestimmter Nahrungsstoffe notwendig sind. So gibt es Menschen, die den Fruchtzucker nicht vertragen oder das Histamin, das beispielsweise in Rotwein und Käse vorkommt. Behandeln lässt sich ein solcher Enzymmangel nur durch eine Methode: Man darf die Lebensmittel, die den unverträglichen Stoff enthalten, schlicht und ergreifend nicht essen.
Eine andere Ursache für Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind Allergien. Hier reagiert das körpereigene Immunsystem auf einen Inhaltsstoff von Lebensmitteln. Eigentlich ist die Aufgabe des Immunsystems die Bekämpfung von Fremdkörpern und Krankheitserregern, die in den Körper eindringen und womöglich Krankheiten verursachen können. Das Immunsystem ist ein enorm komplexes System verschiedener miteinander verzahnter Elemente. Unterschiedliche weiße Blutzellen wie die Granulozyten oder die Mastzellen spielen ebenso eine Rolle wie eine Reihe hochkomplizierter Eiweißstoffe, die im Blut schwimmen und innerhalb weniger Sekunden Nachrichten übermitteln, Blutgefäße aufweiten, Entzündungsreaktionen hervorrufen oder die Freisetzung anderer Stoffe bewirken können. Aufgrund dieser Komplexität können Allergien, also fehlgeleitete Reaktionen dieses Immunsystems, sich recht unterschiedlich äußern. Manche Menschen reagieren auf den Verzehr bestimmter Obstsorten mit einem Kribbeln der Zunge, anderen schwillt der Kehlkopfdeckel an und sie drohen zu ersticken. Manchen läuft die Nase, andere erleiden einen Asthmaanfall. Manche Menschen entwickeln einen quälenden juckenden Hautausschlag, andere wiederum bekommen Durchfall und die Darmschleimhaut entzündet sich.
Aus noch nicht genau bekannten Gründen sind Allergien gegen Erdnüsse sowie gegen Schalen- und Krustentiere besonders gefährlich. Bei den Betroffenen kommt es nach dem Verzehr oder sogar nach der bloßen Berührung der entsprechenden Substanzen sofort zu einer Reaktion in Form von Schwellungen von Zunge und Lippen, der Bildung von Quaddeln vor allem im Gesicht und Atemnot. Im Extremfall bricht der Kreislauf zusammen – ein lebensgefährlicher anaphylaktischer Schock droht.
Nicht ganz so dramatisch verläuft die so genannte Zöliakie. Dabei handelt es sich um eine Allergie gegen das Eiweiß Gluten, das in Weizen, Hafer, Gerste und Roggen enthalten ist. Auch diese Allergie ist recht häufig, etwa jeder 200. Bundesbürger ist davon betroffen. Das Immunsystem reagiert auf bestimmte Bestandteile des Glutens nicht schnell und dramatisch wie bei der oben genannten Erdnuss-Allergie, sondern schleichend und langsam. Die Darmwand entzündet sich und wird nach und nach zerstört, so dass sie schlussendlich keine oder nur wenige Nahrungsinhaltsstoffe mehr ins Blut aufnehmen kann. Der Betroffene verliert an Gewicht, leidet immer wieder an Durchfall und Übelkeit, ist stets müde und niedergeschlagen. Zudem kann es zu Vitamin- oder Mineralstoffmangelkrankheiten kommen. Bleibt die Zöliakie lange unbehandelt, erhöht sich die Gefahr, an Darmkrebs zu erkranken.
Die Therapie ist einfach, doch einschneidend. Sie besteht darin, sich glutenfrei zu ernähren. Mit anderen Worten: Alle Backwaren, also Brot, Kuchen oder Kekse, Pizza, Nudeln oder Müsli sind ebenso verboten wie mit Mehlschwitze hergestellte Soßen, panierte Schnitzel oder Bier. Auch Getreidesorten, die mit Weizen, Gerste oder Hafer verwandt sind, wie Dinkel, Grünkern oder Einkorn sind gefährlich ebenso wie aus Getreide hergestellte Produkte wie Graupen, Couscous oder Grießbrei. Fatalerweise wird Mehl oder Speisestärke auch oft für Produkte eingesetzt, wo man sie gar nicht vermutet, beispielsweise in Gemüsebrühe oder in geriebenem Käse – um ihn streufähig zu halten.
Um eine solche Erkrankung zu meistern, muss man zum Experten werden. In Bioläden oder im Internet, zunehmend aber auch in großen Supermärkten finden sich immer mehr glutenfreie Produkte, so dass man auch als Glutenallergiker Brot oder Kuchen essen kann. Trotzdem – die Unbeschwertheit, mit der ein Nicht-Betroffener in den Regalen der Lebensmittelanbieter schwelgen kann, fehlt.
Wir allerdings können Ihnen versprechen: Unsere Nahrungsergänzungsmittel sind komplett frei von Laktose (außer ASLAN Aktimun) und Gluten. Zumindest bei uns können Sie also unbeschwert einkaufen.
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