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Sommer, Sonne - Urlaubszeit. Auch hier gilt: AGIL bleiben zählt!


Fernweh?

Sommer, Sonne, Urlaubszeit – die Deutschen reisen gern, viel und weit. Obwohl Ostseeküste und hiesige Bergwelt hoch im Kurs stehen, bleibt der Trend zur Auslandsreise ungebrochen. Im Jahr 2014 gaben deutsche Touristen zwei Prozent mehr Geld im Ausland aus als im Vorjahr. In diesem Jahr werden es schätzungsweise 73 Milliarden Euro sein…

Wandern, Radeln und Schwimmen in fernen Gefilden machen richtig Spaß und halten agil. Allerdings sollte der Körper fit sein, will man sich den vielfältigen Urlaubsaktivitäten beschwerdefrei hingeben – ohne an „Fernweh“ im wahrsten Sinne des Wortes zu leiden. Mit einem schmerzenden Knie kann man womöglich nur nach „Balkonien“ reisen und bringt sich so um viele schöne Erlebnisse. Doch das muss ja nicht sein. Zollt man der Gesundheit seiner Knochen und Gelenke bereits im normalen Alltag gebührend Tribut, schafft das gute Voraussetzungen für einen erholsamen und erlebnisreichen Urlaub.

Eine vitaminreiche Ernährung stärkt den Bewegungsapparat

Die verantwortungsvolle Ernährung ist gerade hier von größerem Nutzen als man zunächst vermuten würde. Eine vitaminreiche Kost erweist sich als besonders wertvoll, wenn es um die Gesundheit des Bewegungsapparates geht. So spielt Vitamin E eine wichtige Rolle im Kampf des Organismus gegen den oxidativen Stress bei Gelenkentzündungen. Vitamin B6 unterstützt das Immunsystem und hilft so ebenfalls, die Balance zwischen pro-entzündlichen und anti-entzündlichen Prozessen zu regeln. Auch Omega-3-Fettsäuren gelten als natürliche Gegenspieler von Entzündungsstoffen.

Lebensmittel

Was das Leben schwer macht

Arthrose und Arthritis sind wahrlich ungebetene Weggefährten in der zweiten Lebenshälfte. Unter einer Arthrose versteht man grob gesagt eine übermäßige Abnutzung der Gelenkknorpel. Der Volksmund weiß: Hier reibt Knochen auf Knochen. Bei der Arthritis handelt es sich hingegen meist um eine rheumaähnliche Autoimmunerkrankung. Arthrose und Arthritis haben jedoch eines gemeinsam: Starke Gelenkbeschwerden, die letztlich in eine Entzündungsreaktion münden. Betroffen sind vornehmlich Wirbelsäule, Finger und Kniegelenke. Machen sie Probleme, wird das Leben schwer…


Der Schuldige

Wissenschaftler haben schon frühzeitig einen Hauptverantwortlichen für die leidigen Entzündungsprozesse in den Gelenken dingfest machen können: Übermäßig viel Arachidonsäure. Diese Omega-6-Fettsäure steckt vor allem in Fleisch- und Wurstwaren. Im Körper wird Arachidonsäure dann in starke Schmerz- und Entzündungsstoffe wie Thromboxan B2 und Prostaglandin E2 umgewandelt.

Eskimos kennen kein Rheuma

Ein bisschen Arachidonsäure braucht zwar jeder Mensch, reduziert man ihre Konzentration jedoch in Maßen, kann das von Vorteil sein. Der totale Nachschub-Stopp an Arachidonsäure ist übrigens einer der Gründe dafür, warum Fasten bei rheumatischen Beschwerden tatsächlich schmerzstillend wirkt. Aber man braucht keineswegs Hunger leiden, um gesund zu bleiben. Der ausreichende Verzehr von Omega-3-Fettsäuren tut es auch.


Omega-3-Fettsäuren als Gegenspieler der Arachidonsäure

Fisch

Omega-3-Fettsäuren sind die natürlichen Gegenspieler der Arachidonsäure. Beide konkurrieren im Organismus um wichtige Enzyme. Je mehr Omega-3-Fettsäuren vorhanden sind, desto weniger Entzündungsstoffe können gebildet werden und umso dankbarer sind die Gelenke. Die wertvollen Omega-3-Fettsäuren sind reichlich in Hering, Lachs und Makrele enthalten. Lebertran ist ein besonders ergiebiger Spender – kein Wunder, dass Eskimos kein Rheuma kennen.

Eskimo

Was das Gelenk braucht

Mit zunehmendem Alter kann die Pufferschicht zwischen den Knochen, der Gelenkknorpel, rapide verschleißen. Der Körper versucht hier nach Kräften gegen zu steuern. Voraussetzung für eine derartige natürliche Regeneration ist allerdings, dass das dafür benötigte Baumaterial auch vor Ort verfügbar ist. Vor allem auf Glucosamin kommt es dabei an. Letzteres ist ein natürlicher Bestandteil der Knorpelmatrix und der Synovialflüssigkeit, der so genannten „Gelenkschmiere“. Die nährstoffreiche Grünlipp-Muschel ist nicht nur reich an Glucosamin, sondern enthält zudem auch Omega-3-Fettsäuren. Sie steht seit Jahrhunderten auf dem Speiseplan der körperlich hoch aktiven Ureinwohner Neuseelands.

Mit einem kleinen Augenzwinkern kann man deshalb sagen: „Von den Maoris lernen, heißt … agil bleiben!“.

Knochen
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