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Mit der Lust beginnt alles


Synonyme für den Begriff Libido gibt es viele: Lust, Begehren, sexuelle Anziehung, etc. Definiert wird diese als psychischer Antrieb für die Sexualität und entsteht im Gehirn vor allem durch äußere Reize wie Sehen, Fühlen, Riechen. Die Sexualität des Mannes unterscheidet sich wesentlich von jener der Frau. Für Männer ist Sexualität meist ein körperliches Bedürfnis, ähnlich wie Hunger oder Durst. Somit ist die Libido nicht nur psychisch zu betrachten. Denn ohne physische, biochemische Reaktionen geht auch die Libido bei Mann und Frau verloren. Dabei scheint eine direkte Verbindung zu bestimmten Hormonen zu bestehen, die auch als Sexualhormone bezeichnet werden:


Testosteron ist als das Sexualhormon des Mannes bekannt und liegt bei jungen Männern in einem Normalbereich von +15 nmol/l. Sinkt der Blutspiegel darunter, so kann es zu Einbußen der Libido kommen, was nicht mit einer körperlichen Unfähigkeit der Erektionsfähigkeit gleichzusetzen ist. Diese ist ab einem Abfall unter ca. 8 nmol/l zu beobachten.

Auch die weibliche Libido ist stark hormonabhängig. Weibliche Sexualhormone werden als Östrogene bezeichnet, jedoch gibt es bei der Frau noch weitere Hormone, die an monatlichen Schwankungen beteiligt sind. So kennt man regelmäßige Schwankungen der Frau während ihrer monatlichen Menstruation. Zur Erhaltung der Lust, sollten Sie also Ihren Hormonspiegel im Auge behalten. Für den Mann bieten Urologen sogenannte Testosterontests an.

Die sexuellen Reaktionzyklen des Mannes


Grundvoraussetzung für Geschlechtsverkehr ist die Erregung des Mannes. Dabei kommt es zur Volumenvergrößerung verschiedener Gewebe im männlichen Glied, die als Schwellkörper bezeichnet werden. Physiologisch liegt dem Anwachsen kein Muskel oder Ähnliches zu Grunde, sondern das Einströmen von Blut in zahlreiche blutführende Gefäße und Hohlräume. Unter dem Einfluss von Nervenimpulsen weiten Sich die Arterien und lassen den Bluteinstrom (ca. die 8fache Blutmenge des Normalzustandes strömt ein) zu, der Penis richtet sich auf. Dabei gibt es auch einen dauerhaften Abfluss des Blutes, selbst während der Erektion. Dieser venöse Abstrom ist jedoch wesentlich geringer, so dass das Blut im Penis angestaut wird.

Der Ablauf der sexuellen Reaktion ist für beide Geschlechter prinzipiell gleich. Der Erregungsphase folgt die Plateauphase, die zur Orgasmusphase überleitet, die dann zur Rückbildungsphase führt. In der Erregungsphase wird die Erektion parallel zur Intensität der sexuellen Stimulierung schnell erreicht. In der Plateauphase schwillt der Penis weiter an. Die Penisspitze verfärbt sich rötlich-bläulich. In der Orgasmusphase kommt es zu Zuckungen in den entsprechenden Muskeln, die dann zur Ejakulation führen. In der Rückbildungsphase klingt die Erektion ab und das angestaute Blut fließt wieder ab.

Test auf Versteifungsfähigkeit


Der klassische "Briefmarken-Test" stellt eine einfache Möglichkeit für Jedermann dar, um sich selbst auf Erektionsstörungen, also körperlich bedingten erektilen Dysfunktion, zu überprüfen.


Zum Hintergrund:Im Schlaf treten mehrfach Versteifungen des Penis auf, weil die Aktivität des zuständigen Nervens, der sogenannte "Sympathikus“, in dieser Zeit zum Tragen kommt. Bei den nächtlichen Erektionen kommt es zur Regeneration, da der Penis vermehrt mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt wird. In der Nacht kann er sich also von den „Anstrengungen des Tages“ erholen.

Zur nächtlichen Erektion kommt es etwa 4- bis 6mal in der Nacht und dies besonders während der sogenannten Tiefschlaf- oder Traum-Phasen. Der Test: Befeuchten Sie einige (noch aneinanderhängende) Briefmarken und kleben diese vor dem Einschlafen um Ihren nicht erigierten Penis. Um ein Verrutschen oder Losreißen zu vermeiden, tragen Sie eine eng anliegende Unterhose während der Nacht.


Der Morgen danach: Beim Aufwachen sehen Sie nach: ist der Streifen unversehrt, empfehlen wir Ihnen einen Urologen aufzusuchen, um mögliche körperliche Gründe für die ausbleibenden Erektionen abzuklären. Ist die Perforation zwischen den Briefmarken gerissen, dann hatten Sie in der Nacht einemessbare Volumenvergrößerung Ihres Penis. Es kam also zur Erektion. Bleiben jedoch Probleme bei Ihrer Sexualität bestehen, so sollten Sie über die Beratung durch einen Psychologen nachdenken.

Tipps für den täglichen „Gebrauch“ in jedem Alter


Energiezufuhr

Pflegen

Die tägliche Wäsche der Geschlechtsorgane mit klarem Wasser oder pH-neutraler Seife sollte für den Mann von heute eine Selbstverständlichkeit sein. Schließlich ist es nicht mehr, als bei der täglichen Dusche die Vorhaut zurückziehen und Eichel, Rillen und Falten gründlich abzuspülen. Vernachlässigt man diese Wäsche, so kann es zu unangenehmen Konfrontationen mit dem Partner kommen.

Unter der Vorhaut bilden sich in feuchtem Klima Talg- und Hautablagerungen von abgestorbenem Gewebe, was als Smegma bezeichnet wird. Das Smegma ist die ideale Grundlage für Pilze und Bakterien, die Ihnen und Ihrem Sexpartner die „Tage danach“ unangenehm machen können. Durch gründliches Abtrocknen verhindern Sie, dass ein Rest Feuchtigkeit zurückbleibt. Das trockene Klima erschwert es den übel riechenden Bakterien zunehmend, sich breit zu machen.


Das tägliche Durchpusten

Onanieren war lange in der Gesellschaft verpönt. Das aber zu unrecht. Denn egal ob mit oder ohne Partner ist der tägliche Betrieb durchaus förderlich. Bei dieser Routine geben Sie ihrem Körper das Signal, dass Sie weiterhin Testosteron benötigen. Auch die Versorgung mit Nährstoffen und frischem Blut trägt Ihren Teil zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit bei. Sorgen Sie dafür, dass alles am Laufen bleibt. Jedoch übertreiben Sie es nicht, denn die Konditionierung auf das Onanieren kann zu Abstimmungsproblemen beim gemeinsamen Sex führen. Abwechslung schadet also nicht.

Ein besonders häufiges Problem kann dabei der vorzeitige Samenerguss darstellen, der neben individuellen Faktoren von der Konditionierung abhängt, heißt Übung macht den Meister. Durch das Bewusste Unterbrechen der Ejakulation kann der Körper darauf getrimmt werden, nicht allzu sensibel auf sexuelle Tätigkeiten zu reagieren. Bei der täglichen „Handarbeit“ sollten Sie somit nicht bemüht sein, möglichst schnell zum Ziel zu schießen, sondern üben sich in Geduld. Das ideale Verhältnis zwischen Reiz geben und nehmen werden Sie mit ein wenig Geduld schnell herausbekommen. In diesem Fall gibt es keine Medikamente oder Tinkturen, die Ihnen helfen können, also helfen Sie sich selber und üben sich in Geduld.


Vorbeugen durch Lebensstil

Für den Erhalt der männlichen Leistungsfähigkeit kann man einiges tun. Eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung kann unerwünschten Hängepartien vorbeugen. Dabei gibt es spezifische Nährstoffe, die in bestimmter Dosierung unterstützend auf z.B. Durchblutung und einen ausgeglichenen Hormonspiegel einwirken. Fragen Sie unsere Experten.


Aber es gibt weitere Faktoren, die Sie selber bestimmen. Alkohol und Zigaretten sollten Sie meiden, auch Stress kann Ihre Sexualität beeinträchtigen. Hingegen ist Sport in jeglicher Form eine positive Beeinflussung.

Bei dem Thema Stress sollte man zwingend auf die Rolle der unteren Beckenbodenmuskulatur eingehen. Wir empfehlen Ihnen diese Muskulatur jeden Tag zu trainieren, um auf Ihre unterstützende Wirkung in jedem Alter zurückgreifen zu können.



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