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3. Fruchtbarkeit & Sexualität


Fortpflanzungsfähigkeit / Fruchtbarkeit

Unter dem Begriff Zeugungsfähigkeit oder auch Fruchtbarkeit, versteht man die Fähigkeit des menschlichen Körpers, befruchtungsfähige Geschlechtszellen zu bilden. Der Mann muss also über normale Samenzellen und die Frau über gesunde Eizellen verfügen, um Kinder zu zeugen. Das Zeugungsvermögen des Menschen beginnt bei beiden Geschlechtern mit der Pubertät und erreicht die höchste Fortpflanzungswahrscheinlichkeit bereits in jungen Jahren nach dem Abschluss des Wachstums. Danach klingt es allmählich ab. Hier gibt es jedoch deutliche, geschlechtsabhängige Unterschiede. Während die Frau die Fähigkeit des Eisprungs mit den Wechseljahren gänzlich verliert, kann der Mann theoretisch auch in hohem Alter seine Zeugungsfähigkeit behalten. Dies ist von Mann zu Mann jedoch sehr unterschiedlich und hängt von der Spermienqualität eines Jeden ab. Die individuelle Zeugungsfähigkeit wird über ein sogenanntes Spermiogramm ermittelt.

Dabei wird neben dem Volumen des Spermas auch Parameter wie Aussehen, Viskosität, Verflüssigungszeit und pH-Wert begutachtet. Pro Milliliter sollte man über 15 Millionen Spermien zählen können. Die Qualität des Spermas wird anhand der Motilität, also der Beweglichkeit der Spermien bestimmt. Darüber hinaus bestimmt man Intaktheit der Zelle durch Anfärben der Zellkerne und auch die Gestalt und Form der Zellen im Mikroskop ist entscheidend.


Um Ihre Spermaqualität zu steigern, sollten Sie folgende Punkte im Blick haben:


  • Sitzheizung aus:
    Hoden liegen außerhalb des Körpers, um nicht zu überhitzen. Dabei sollte die Kerntemperatur der Hoden ca. 2 Grad kühler sein, als das Körperinnere. Um also unsere Spermaqualität zu fördern sollte man die Hoden vor Überhitzung schützen. Dabei können es die bereits die Kleinigkeiten im Alltag sein wie ein heißes Vollbad, der Saunagang oder die Sitzheizung im Auto.

  • Übergewicht vermeiden:
    Tatsächlich haben übergewichtige Männer nicht nur weniger Spermien im Ejakulat, sondern auch die Motilität und Vitalität sind eingeschränkt. Ursächlich dafür ist, dass Fettzellen das Testosteron-Östrogen-Verhältnis stören. Je geringer der Testosteronspiegel, desto weniger Spermien werden produziert und auch die Reifung läuft nicht optimal ab.
    Mit der Gewichtsreduktion ist jedoch der Zustand schnell zu verbessern.

  • Konsum-Gifte:
    Während Alkohol oder Koffein in Maßen so gut wie keinen Einfluss auf die Spermienqualität haben, schadet das Nikotin der Zigarette in besonderem Maße. Studien zeigen, dass bereits die Nachkommen von rauchenden Müttern eine schlechtere Spermienqualität besitzen. Man geht heute davon aus, dass die Fruchtbarkeit um 50% schlechter wird, wenn der potentielle Vater Raucher ist.

  • Die Pille des Mannes:
    Verschiedene Medikamente können die Fruchtbarkeit beeinflussen, indem Sie das Männlichkeitshormon Testosteron reduzieren.
    Besonders stark ausgeprägt ist die Auswirkung bei Präparaten, die Steroide enthalten. Anabole Steroide werden häufig von Bodybuildern missbraucht. Der Effekt ist so tragend, dass die Idee für eine –Männer-Anti-Baby-Pille auf dieser Basis vermarkten wollte. Jedoch ist erst ein langzeitiger Missbrauch so schädlich, dass dieser Effekt nicht mehr umgekehrt werden könnte.

  • Vitalstoff-Cocktail:
    Ein gesunder Körper produziert gutes Sperma, deshalb ist eine ausgewogene und gesunde Ernährung unerlässlich. Generell gelten hier die gewohnten Regeln, die durch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung aufgestellt werden. Wir sollten in ausgewogenem Maße Nahrung mit hoher Nährstoffdichte aufnehmen und besonders bei Obst und Gemüse die Abwechslung suchen.
    Auch gesunde Fettsäuren wie Omega-3-Fettsäuren sollten Beachtung finden. Des Weiteren gelten viele Vitalstoffe als förderlich für die Erhaltung der normalen Fruchtbarkeit. So weiß man, dass Zink in erhöhtem Maße im Sperma vorkommt. Aber auch Antioxidantien wie Vitamine und Spurenelementen können die Fruchtbarkeit aufrechterhalten.

Bekannte Probleme der Sexualität


Störungen der sexuellen Lust

  • Störung mit verminderter sexueller Lust
  • Störung mit sexueller Abneigung

Störung der sexuellen Erregung

  • Störung der sexuellen Erregung bei der Frau
  • Störung der Erektion beim Mann

Orgasmusstörungen

  • Gehemmter Orgasmus bei der Frau
  • Gehemmter Orgasmus beim Mann
  • Ejakulatio Praecox (Vorzeitiger Samenerguss)

Andere Sexuelle Störungen

  • Stress in Alltag und Job
  • ungesunde Lebensweise (Rauchen, Übergewicht, usw.)


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