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Heuschnupfen - da blüht uns was ...


Knapp 20% der Deutschen leiden unter Allergien. So viele wie nie zuvor kennen die Probleme. Während Familien und Freunde ihre Ausflüge ins Grüne machen sitzt man mit verstopfter Nase, tränenden Augen und im schlimmsten Falle mit Asthma in der dunklen Wohnung. Glücklicherweise ein jährliches Spektakel, dass nach einigen Wochen schnell ein Ende findet. Wirklich???

Wegen des Klimawandels, der Erderwärmung und der Ausbreitung von nicht einheimischen Pflanzenarten haben wir kaum noch eine Pause zwischen den Pollenangriffen: Die Blütezeit verlängert sich und es geht bereits Ende Januar los und endet vollends erst Ende November. Wer unter Heuschnupfen leidet muss häufig abwägen, ob er so schlimm betroffen ist, dass eine medikamentöse Therapie mit ihren teilweise beträchtlichen Nebenwirkungen sinnvoll ist. Betroffene suchen häufig nach Alternativen.

Den Heuschnupfen einfach „auffressen“ - Vitalstoffe gegen Heuschnupfen


Generell kann nicht nur die Medizin helfen, Heuschnupfen-geplagten Menschen zu helfen. Oftmals hilft bei vielen auch bereits eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten. Denn spezielle Allergie-bekämpfende Vitalstoffe zeigen in ersten Studien großartige Ergebnisse. Zunächst einmal gilt es, ein Gleichgewicht zwischen Allergieauslösenden und dämpfenden Inhaltsstoffen zu erreichen. Dazu ist es wichtig, Lebensmittel zu meiden, die die Histaminausschüttung im Körper, und somit die Allergieauslösung, fördern können. Dazu gehören alle Lebensmittel mit einem hohen Histamingehalt bzw. deren Vorstufen. Als Allergiker solltest Du also Lebensmittel, wie alkoholhaltige Getränke, insbesondere Bier und Wein, aber auch reife Käse und geräucherte Wurst, meiden. Insbesondere Fisch kann hohe Gehalte an Histamin aufweisen. Gleichzeitig steckt in vielen Fischen aber auch eine allergiedämpfende Nährstoffkomponente. So solltest Du beim Verzehr von Fisch auf die garantiert frischen Produkte zurückgreifen und auf Fisch in Restaurants oder Fast Food-Läden dringend verzichten. Umso frischer Fisch ist, desto geringer ist der Histamingehalt.


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Was aber steckt im Fisch, dass uns bei einer Allergie helfen kann. Es sind die geschätzten Omega-3-Fettsäuren, die vor allem in Kaltwassermeeresfischen wie Thunfisch, Makrele und Lachs vorkommen. Diese gelten als entzündungshemmend, was besonders wichtig ist, denn unsere Experten sprechen bei den Symptomen des Heuschnupfens von einer Entzündung der Schleimhäute. Da häufig aber die Ernährung nicht zur Versorgung der Omega-3-Fettsäuren ausreicht und zudem das Risiko Histamin immer bei einer Fischmahlzeit mitschwimmt, empfehlen wir Kapselpräparate aus Algen, die 100%ig histaminfrei sind.


Weiterhin sollte die Aufnahme von Pro- und Präbiotika (Milchsäurebakterien) als absolut empfehlenswert gelten. Viele Ernährungsmediziner plädieren seit Langem: „Wenn es dem Darm gut geht, ist auch die Gesundheit und damit der Heuschnupfen besiegt.“ So gelang Wissenschaftlern jetzt in einer aktuellen Studie eine erste herausragende Beobachtung. In der Pilotstudie untersuchten die Wissenschaftler um Claudio Nicoletti vom Institute of Food Research, wie sich bestimmte Milchsäurebakterien auf den IgE-Spiegel auswirken. Der blutspezifische IgE-Parameter ist dabei ein direkter Gradmesser für die Histamin-Freisetzung im Körper und der damit verbundenen Allergiesymptome. Tatsächlich weiß man, dass bestimmte Kulturen an Milchsäure die eigene Darmflora unterstützen können. Diese hilft uns nicht nur bei der Verdauung, sondern hat weitere wichtige Aufgaben. Unser Darm ist unser Hauptsitz des Immunsystems und verteidigt uns gegen eindringende Keime. Gleichzeitig reguliert es die Tätigkeit unseres Immunsystems, das beim Heuschnupfen fälschlicherweise die Pflanzenpollen bekämpft. Insofern ist leicht vorstellbar, dass sich der IgE-Spiegel der Patienten mit der Einnahme von Milchsäurebakterien verbessert.

Immunsystem Allergie

Milchsäurebakterien als Retter in der Not


Über den Zeitraum von 5 Monaten erhielten Heuschnupfen-Patienten dazu ein Getränk mit den entsprechenden Milchsäurebakterien. Eine Kontrollgruppe hingegen erhielt ein Getränk ohne die entsprechenden Kulturen. Die Studie setzte vor Beginn der Pollenflugsaison an und begleitete die Patienten noch einige Zeit über deren Ende hinaus.

Tatsächlich sank der IgE-Spiegel der Patienten ab, die das Milchsäurebakterium zu sich genommen hatten. Gleichzeitig fanden die Forscher höhere Werte des Antikörpers IgG im Blut der Freiwilligen. Dieser Antikörper wirkt als Gegenspieler zu IgE und hält Allergiereaktionen in Schach. Unter den Teilnehmern, die nur ein Placebo-Getränk ohne Wirkstoffe erhalten hatten, zeigte sich kein solcher Effekt.

Weiterhin ist seit Kurzem bekannt, dass nicht jede Milchsäurekultur jedem Menschen auch hilft. Wie ein Fingerabdruck ist auch die Besiedlung unseres Darms mit unterschiedlichen Darmflora-Kulturen zu sehen. Umso mehr verschiedene Stämme an Milchsäurebakterien sie also zu sich führen, desto größer ist die Chance, dass sich ein oder mehrere Stämme bei Ihnen als Helfer im Darm austoben können.


Meine Empfehlung: Kapselpräparate mit mindestens fünf unterschiedlichen Kulturen.




Bildquellen: Fotolia | Text: Dr. D. Schaefer
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