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Körperliche Veränderungen


Die folgend genannten körperlichen und physiologischen Veränderungen des Menschen beim Altern sind keinesfalls als negativ oder krankhaft zu sehen. Sie sind vielmehr natürliche Vorgang im Verlauf seines Lebens und beziehen sich auf völlig normale, lebensbedingte und unausweichliche Gegebenheiten. Hiervon sind alle Zellen im Körper des Menschen betroffen.


Haut

Mit zunehmendem Alter wird die menschliche Haut immer dünner. Durch die Abnahme der Aktivität der Talgdrüsen wird sie trockener. Auch bilden sich Proteinfasern wie Kollagen zurück, wodurch sie unelastischer wird und zunehmend die Dehnbarkeit verliert.

Der Rückgang des Wassergehalts im Körper wird am Spannungszustand der Haut sichtbar. Die Abwehrkräfte der Haut lassen nach und es kommt zu unregelmäßiger Pigmentierung und Pigmentflecken (Altersflecken). Weiterhin bildet sich das subkutane Fettgewebe zurück, die Haut verliert dadurch ihr straffes und glattes Aussehen und bildet Falten.


Ansprüche reifer Haut

Die reife Haut bedarf aufgrund altersbedingter Veränderungen eine besonderen Aufmerksamkeit und Pflege. Achten Sie besonders auf den Feuchtigkeitsgehalt Ihrer Haut z.B. mit einer regenerativen Kosmetik. Zudem sollten sie Vitalstoffe, die den Aufbau von Bindegewebe und Kollagenfasern unterstützen mit der Nahrung zuführen.


Muskulatur

Die allgemeine Muskelmasse verringert sich um ca. 0,5 % pro Jahr, damit nimmt auch Muskelkraft ab und führt letztendlich zu verlangsamten Reaktionszeiten. Im Gegensatz zu unseren jungen Jahren wird die Muskulatur langsamer aufgebaut, dafür wird zunehmend Fett in die Muskeln eingelagert. Speziell die Muskelfasern, die für kurze schnelle Bewegungen herangezogen werden, reduzieren sich. Dieser Prozess kann allerdings durch gezieltes und altersgerechtes Training beeinflusst werden.

Auch im hohen Alter sind noch Entwicklungen der Muskelkraft möglich. Gleichzeitig sollten Sie Ihre Muskulatur durch die Ernährung unterstützen. Achten Sie auf Vitalstoffe für den Energiestoffwechsel und die normale Muskelfunktion.


Knochen, Knorpeln, Sehnen

Die Knochendichte verringert sich mit zunehmendem Alter, hier spielen die Geschlechtshormone eine entscheidende Rolle, die Knochen werden dadurch poröser und instabiler.


Die Knochensubstanz unterliegt einem ständigen Auf- und Abbauprozess, im Alter erlangt jedoch der Abbauprozess die größere Bedeutung, vor allem bei einem Mangel an Vitamin D und anderen Knochennährstoffen wie Calcium und Vitamin K. Es wird mehr Knochensubstanz abgebaut als aufgebaut, die Knochen älterer Menschen sind deshalb instabiler und brechen dadurch leichter. Dies betrifft vor allem Frauen ab der Menopause. Hier gilt es über die Ernährung möglichst früh vorzusorgen. Auch die Fachgesellschaften fordern jeden Menschen in dieser Risikogruppe auf Nahrungssupplemente einzunehmen, um die Knochengesundheit möglichst lange zu erhalten. Mit fortscheitendem Alter verlieren wir immer mehr unseres Körperwassers, welches auch ein zentraler Bestandteil des Knorpelgewebes in den Gelenken ist. Unser Knorpel schrumpft allmählich, aber unaufhaltsam, zusammen, verliert an Volumen und die Dämpfungseigenschaften nehmen stark ab. Deshalb wird die Beweglichkeit der Gelenke eingeschränkt und es können Schmerzen und Erkrankungen an Wirbeln, Knien oder Hüfte auftreten.


Die Folge - Arthrose

Mechanisch bedingter Verschleiß und Entzündungen des Knorpels aufgrund jahrelanger Fehl- bzw. Überbelastung können diesen Prozess noch beschleunigen (Arthrose). Die Arthrose wird richtig häufig jedoch erst richtig unangenehm, wenn es zu einer Überreizung kommt. Entzündungen setzen sich an den betroffenen Gelenken fest. In diesem Fall spricht man von einer Arthritis, die häufig einen Großteil der Schmerzen ausmachen kann. Die Prophylaxe des Lebensstils wie schonende Bewegung, Stärkung der Muskulatur und die richtige gelenkgesunde, vitalstoffreiche Ernährung kann Ihnen hier auch bei ersten Symptomen sicherlich noch in Sachen Prävention weiterhelfen. Sehnen und Bänder verlieren ihre elastischen Eigenschaften, besonders wenn sie nicht regelmäßig beansprucht und gedehnt werden. Achten Sie vor Wanderungen, Sporteinheiten und allgemeiner Bewegung sich vorher ausgiebig zu dehnen und die Gelenke zu mobilisieren. Ein steifes Gelenk kann nur mit viel Mühe wieder mobil gemacht werden.


Energiestoffwechsel

Mit dem Beginn des 30. Lebensjahrs reduziert sich der Grundumsatz an Energie des Menschen um ca. drei Prozent pro Lebensjahrzehnt. Durch ein mehr oder weniger an persönlicher Bewegung bzw. sportlicher Aktivität kann der Bedarf an Energie aber auch deutlich höher bzw. niedriger sein. Im Allgemeinen sinkt der Energiebedarf mit zunehmendem Alter. Dies wird deutlich, wenn man bedenkt, dass ein Mann im Über-60-Bereich lediglich einen Energiebedarf hat wie ein sieben Jahre altes Kind. Da wir aber noch die Essgewohnheiten aus jüngeren Jahren gewohnt sind, fällt es uns schwer die Energie zu reduzieren.

Da auch unser Stoffwechsel abfällt wird es immer schwieriger Nährstoff- und Vitalstoffbewusst zu essen. Achten Sie mit viel Obst und Gemüse auf eine hohe Nährstoffdichte und verzichten Sie auf energiereiche, also fettige und zuckerhaltige, Speisen.



Hormone nach den Wechseljahren

Hormone und Ernährung

Wussten Sie, dass spezifische Vitalstoffe die Hormontätigkeiten direkt beeinflussen können:

  • Zink unterstützt die Aufrecht-erhaltung des Zinkspiegels
  • Panthothensäure fördert die Synthese von Steroidhormonen
  • Selen wird für die Funktion von Schilddrüsenhormonen als sinn-volle Unterstützung angesehen.

Der menschliche Hormonstatus verändert sich im Verlauf eines Lebens sowohl bei den Frauen (Menopause) als auch bei den Männern. Ja, tatsächlich, auch Männer kommen in die Wechseljahre. Der Hormonspiegel einiger Hormone, wie z.B. der des Testosterons (das „Männlichkeitshormon“) oder des Östrogens (das Hormon der Weiblichkeit), nehmen ab, andere Hormone werden gesteigert ausgeschüttet, wie z.B. das bekannte Zuckerregulierende Hormon Insulin. Außerdem bildet die Schilddrüse weniger Hormone, wodurch der ganze Stoffwechsel sich verändert. Durch Veränderungen an den Rezeptoren der Zellen werden hormonelle Steuerungsvorgänge ebenfalls fehleranfälliger bzw. die Sensitivität der Zellen auf die „Botenstoffe“ Hormone nimmt ab.


Atmung

Die Lungenelastizität nimmt mit dem Alter ab. Daher vermindert sich auch die Luftmenge, die mit einem Atemzug ein- bzw. ausgeatmet werden kann, um ca. 50%. Zusätzlich nimmt die Anzahl der Lungenbläschen ab, also die Fläche, die für den Austausch von Sauerstoff zwischen Blut und Atemluft zur Verfügung steht. Verläuft das Altern normal, bemerken alte Menschen diese Leistungseinbußen erst wenn sie sich größeren Anstrengungen stellen. Umso wichtiger ist es jedoch eine gute Durchblutung und somit Versorgung der Zellen mit Sauerstoff zu gewährleisten. Achten Sie hier auf die Zufuhr von Vitalstoffen aus Diätetischen Lebensmitteln (ergänzende bilanzierte Diäten), die an Ihrer Verkehrsbezeichnung „zur Behandlung von Arterienverkalkungen“ zu erkennen sind.


Herz-Kreislauf-System

Die Alterung unseres Herzens

Auch unser Herz als Hochleistungs-organ bedarf der richtigen Pflege. B-Vitamine wie das Thiamin (Vitamin B1) unterstützen unser Herz bei seiner normalen Funktion.


Zudem sind alle Vitalstoffe, die für die Energieversorgung unserer Körper- und Herzzellen wichtig sein können, zu empfehlen. Auch sekundäre Pflanzenstoffe gelten im Stoffwechsel der Pflanzen als Schutzfaktoren und sorgen für Aufmerksamkeit in der Ernährungsforschung.

Das Herz ist als Muskel ebenfalls vom Alterungsprozess betroffen. Im menschlichen Herzmuskel werden mit höherem Alter zunehmend Fett- und Bindegewebe eingelagert. Das Herz nimmt zwar insgesamt an Gewicht zu, die Muskelmasse nimmt jedoch ab. Gleichzeitig wird die Leistungsfähigkeit des Herzens geringer. Die Herzfrequenz sinkt, und die Transportkapazität des Kreislaufs an Sauerstoff nimmt ab. Der arterielle Blutdruck hingegen steigt.


Blutdruck erhöhend wirken sich außerdem Ablagerungen in den Blutgefäßen aus (Arteriosklerose), dieser Prozess beginnt bereits in jungen Jahren und hält das ganze Leben an. Die Folge ist ein fortschreitender Elastizitätsverlust der Gefäßwände beim Altern. Diese Veränderungen können letztendlich zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen.


Immunsystem

Die menschliche Immunabwehr wird mit steigendem Alter schwächer. Das Immunsystem älterer Menschen bildet weniger Abwehrzellen und spezifische Antikörper, so dass diverse Erreger öfter zu Erkrankungen führen und diese dann schwerer bzw. zeitlich länger verlaufen. Mit zunehmendem Alter reagiert der Körper daher sensibler auf mögliche Krankheitserreger und Erkrankungen können mit deutlich mehr Komplikationen verlaufen.


Verdauungssystem

Mit steigendem Alter schrumpft die Muskulatur in der Speiseröhre und im Magen-Darm-Trakt, welche für die Verdauung und den Transport des Nahrungsbreis zuständig ist. Zudem verändert sich die Darmflora, also die guten Bakterien in unserem Dickdarm. Beides sind Gründe, weshalb sich besonders ältere Menschen mit Verstopfungen herumplagen. Zudem kann es zu verschiedenen Veränderungen der Magenschleimhaut und der Darmwand kommen, wodurch die Aufnahme verschiedener Nährstoffe wie z.B. Vitamin B12, Eisen oder Calcium verringert sein kann.


Da diverse Körperdrüsen weniger Hormone und Verdauungssekrete produzieren, kann z.B. eine verminderte Insulin-Produktion der Bauchspeicheldrüse zu Typ-2-Diabetes mellitus führen. Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes wie Blinddarmreizungen, Geschwüre, Verstopfung, chronische Darmentzündungen und Darmverschlüsse können im Alter ebenfalls häufiger auftreten.


Generell gilt es besonders seine Darmflora in Takt zu halten, da Sie entscheidend für die Darmgesundheit verantwortlich ist. Also sogenannte Pre- oder Präbiotika bezeichnet man übrigens das „Futter“ für unsere Darmbakterien. Probiotika hingegen sind lebende Bakterienkulturen, die es lebend in unseren Dickdarm schaffen und die körpereigene Bakterienflora bei Ihrer Arbeit unterstützen.


Nieren und Harnwege

Im Alter verlieren die Nieren einen Teil ihrer Funktionsfähigkeit. Die so genannte glomeruläre Filtrationsrate (diese entspricht dem ersten Filtern unseres Blutes in den Nieren) nimmt ab, ebenfalls die Fähigkeit der Niere dem Primärharn lebensnotwendige Mineralien wieder zu entziehen (Rückgewinnung z.B. von Salz und Körperwasser).

Im Laufe der Jahre erhöht sich die Anzahl der Toilettengänge. Bedingt durch das verminderte Fassungsvermögen und die zurückgehende Kontraktionskraft der Harnblase wird weniger, aber dadurch öfter Urin ausgeschieden. Eine nachlassende Spannung des Harnblasenschließmuskels, eine Vergrößerung der Prostata bei Männern und ein Absinken von Gebärmutter und Scheide sind Ursachen für die im Alter sehr häufigen Inkontinenzbeschwerden.


Sinnesorgane


Geruch und Geschmack:

Da sich altersbedingt die Anzahl der Geschmacksrezeptoren reduziert und sich deren Reizbarkeit vermindert, bildet sich das Geschmacksempfinden zurück. Besonders betroffen sind vor allem die Geschmackswahrnehmungen salzig, bitter und sauer, weniger der süße Geschmackssinn. Ähnlich verhält es sich mit dem Geruchssinn, wobei der Verlust an Geruchswahrnehmung weniger spezifisch identifiziert wird.


Sehen:

Was ist eine direkt augen-bewusste Ernährung?

Die Augen sind sehr lichtempfind-lich und müssen die Strapazen des UV-Lichts täglich hinnehmen. Das UV-Licht führt dabei zu Augen-veränderungen, die wiederum zu einer Minderversorgung der Seh-zellen führen.

Mit entsprechenden Schutzstoffen kann man hier jedoch vorsorgen. Zudem gibt es viele Vitalstoffe wie die Retinsäure, die am Sehvorgang direkt beteiligt sind.


Die Fähigkeit des menschlichen Auges, sich an Objekte kurzer Entfernungen anzupassen und sich darauf zu fokussieren, nimmt ebenso ab, wie das Anpassungsvermögen der Augen an sich wandelnde Lichtverhältnisse. Ab dem 60. Lebensjahr hat die Augenlinse bei nahezu allen Menschen ihre Elastizität und damit ihre Anpassungsfähigkeit an kurze Entfernungen verloren (Altersweitsichtigkeit). Diese Entwicklung beginnt meistens jedoch bereits ab dem 40. Lebensjahr.


Hören:

Eines der häufigsten gesundheitlichen Beschwerden älterer Menschen ist die Altersschwerhörigkeit (Presbyakusis), im Besonderen wird das Hören der hohen Frequenzen als schwieriger empfunden. Des Weiteren können mit steigendem Alter störende Geräusche auftreten (Tinnitus). Wussten Sie dass einige Studien den Zusammenhang zwischen Vitaminen und dem Hören untersuchen?


Gehirn und Nervensystem:

Der normale Alterungsprozess beinhaltet Veränderungen am Gehirn und an den Nervenzellen sowie eine leichte Abnahme der Gehirnmasse. Die Veränderungen führen dazu, dass die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses zunehmend nachlässt, das Tempo der Informationsverarbeitung abnimmt und Aufmerksamkeit sowie Konzentrationsfähigkeit sinken. Das Langzeitgedächtnis bleibt bis ins hohe Alter konstant, während das Kurzzeitgedächtnis ab dem mittleren Lebensalter abnimmt. Solche Defizite können gut durch andere Areale des menschlichen Gehirns mit mehreren Milliarden Ganglienzellen und Millionen von Synapsen ausgeglichen werden. Bis ins hohe Alter ist es möglich, neue Lern- und Merkstrategien zu erlernen, obwohl das Gedächtnis an Leistungsfähigkeit verliert.


Im Alter wird die Isolierschicht von Nervenzellen, das so genannte Myelin, abgebaut. Deshalb lernen und reagieren ältere Menschen etwas langsamer als junge. Ursprünglich unterbewusst stattfindende Abläufe wie z.B. das Gehen, werden teilweise durch andere Gehirnregionen übernommen. Dadurch reduziert sich die Verarbeitungsfähigkeit simultan ablaufender Reize mit der Folge, dass die Aufmerksamkeit sinkt und die Sturzgefahr steigt.


Sexualität

Der Sexualtrieb bleibt bei den Frauen und den Männern bis ins hohe Alter erhalten, dieser zeigt jedoch ab dem 50. Lebensjahr eine abfallende Tendenz. Die erlebte Sexualität ändert sich aufgrund körperlicher Veränderungen und individuell anderer Vorlieben bzw. Wünsche.

Die männliche Erektionsfähigkeit lässt ab dem 50. Lebensjahr deutlich nach. Die Erektion wird als weniger prall empfunden, sie erfordert eine stärkere Stimulation und fällt rascher ab. Findet sie immer seltener oder gar nicht mehr statt, liegt eine erektile Dysfunktion vor. Zudem kann sich die Zeitspanne erhöhen die zwischen einem Orgasmus und einer erneuten möglichen Erektion liegt. Bei Frauen ab dem 50. Lebensjahr tritt eine weniger ausgeprägte oder verzögerte Befeuchtung der Scheide im Zustand der Erregung ein. Der weibliche Orgasmus wird nicht selten als kürzer, rascher abnehmend und weniger intensiv empfunden.


Vital im Alter


Vital im Alter

Auch eine gesunde, ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung reicht aus verschiedenen Gründen oft nicht aus, gewisse Defizite bei der Nährstoffversorgung auszugleichen. Sei es durch falsche Ernährungsgewohnheiten, verminderte Aufnahme von Nährstoffen im Alter oder etwa Nährstoffverluste bei der Zubereitung der Nahrung. Durch Stress, Schlafmangel oder vielfältige Umweltbelastungen, kann der natürliche Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Antioxidantien zusätzlich erhöht sein.


Spezielle Nahrungsergänzungsmittel in Form von einzelnen Wirkstoffen oder Kombipräparaten sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung mit gesunden Nahrungsmitteln. Sie helfen jedoch oft sehr effizient, bestehende Schwächen bei der Versorgung auszugleichen oder Defizite erst gar nicht entstehen zu lassen. Die Einnahmen von Diätetischen Lebensmitteln wird zudem auch in Absprach mit dem Arzt empfohlen, es ist in jedem Fall darauf zu achten, dass die verwendeten Präparate nach Möglichkeit natürlichen Ursprungs sind und hohen Qualitätsstandards entsprechen bzw. aus hochwertigen Inhaltsstoffen bestehen.




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