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ASLAN HerzPLUS

Momentum eines Herzschlags


Ein Herzschlag entsteht, wenn sich die einzelnen Muskelzellen wechselseitig an- du Entspannen. Pumpt die linke Herzkammer Blut, so entspannt sich die rechte Hälfte. Das gesunde Herz passt sich den Anforderungen an und versucht dabei möglichst effektiv zu arbeiten. Sowohl die Geschwindigkeit des Herzschlages, als auch die Kraft können angepasst werden. Die Zahl der Herzschläge pro Minute ist von verschiedenen inneren und äußeren Faktoren abhängig. Ist der Mensch in Aktion, schlägt es schneller. Befindet sich der Körper in Ruhe, ist der Herzrhythmus langsamer. Diese Funktionen werden allesamt von einem Nervennetz gesteuert, welches unterbewusst funktioniert und als unwillkürliches Nervensystem bezeichnet wird. Wir müssen also nicht aktiv darüber nachdenken, wie unser Herz schlagen soll. So müssen wir auch keine Angst haben, dass unser Herz stehen bleibt während wir schlafen. Die elektrischen Impulse, die unseren Herzmuskel das Signal zum Zusammenziehen geben, werden als Sinusknoten bezeichnet.


Wussten Sie schon…

… das Herz muss sich selber auch mit frischem, sauerstoffreichen Blut versorgen. Unser Herzmuskel ist unser Hochleistungsmuskel schlechthin, der viel Sauerstoff und Nährstoffe benötigen. Die zuführenden Blutgefäße Gefäße sind die Herzkranzgefäße, deren Gesunderhaltung besonderer Maßnahmen bedarf.


Unser Blutdruck


Damit das Blut alle Organe und auch die kleinsten Gewebe erreichen kann, muss es mit einem gewissen Druck aus dem Herzen gepumpt werden. Jedes Mal wenn sich das Herz zusammenzieht, drückt es Blut in die Arterien und der Blutdruck steigt. Um die Pumpstöße in ein kontinuierliches Fließen umzuwandeln, besitzen unsere Gefäßwände spezielle anatomische Vorrichtungen. Zusammen mit der Elastizität der Gefäßwände kommt es durch die sogenannte Windkesselfunktion zu einem gleichmäßigen Fluss des Blutes durch den Körper.

Bei der maximalen Kontraktion des Herzens kann man aber dennoch einen erhöhten Blutdruck feststellen. Dieser obere Wert wird auch als systolischer Blutdruck bezeichnet und unterscheidet sich von dem unteren Wert, dem diastolischen Wert. Letzterer entsteht, wenn das Herz sich wieder entspannt. Bei der Blutdruckmessung werden somit immer zwei Werte ermittelt. Die Normwerte des Menschen werden dabei in der Druck-beschreibenden Einheit „Millimeter Quecksilbersäule“ beschrieben.

Der Blutdruck kann dabei einerseits durch die Kraft des Herzens reguliert werden, also wie stark es sich zusammenzieht. Andererseits kann der Blutdruck durch den Arteriendurchmesser reguliert werden. Jede Arterie in unserem Körper verfügt über eine Muskelschicht, die sich bei Bedarf zusammenziehen kann. Der geringere Durchmesser über einen Druck auf das Innere aus, der Blutdruck steigt an. Aber auch das Blutvolumen ist entscheidend für den Blutdruck verantwortlich. Je mehr Blutvolumen wir im Körper haben, desto höher steigt der Blutdruck. Wird Blut jedoch in der Niere in Harn verwandelt und das Blut verliert Wasser, nimmt der Blutdruck wieder ab.


Normwerte unseres Blutdruckes

systolischer Blutdruck (oberer Wert): 120 mmHg

diastolischer Blutdruck (unterer Wert): 80 mmHg


Unser Puls


Wie bereits oben beschrieben ist der Blutdruck nicht nur von der Kraft des Herzens, sondern auch von der Geschwindigkeit des Herzens abhängig. Die Anzahl der Kontraktionen wird als das „Schlagvolumen“ bezeichnet. Der Puls ist dabei auch noch entfernt vom Herzen (in der Peripherie) spürbar, was der Anzahl der Herzkontraktionen pro Zeiteinheit entspricht. Dies macht man sich häufig in der Krankenpflege und bei der Ersten-Hilfe zunutze, indem man den Puls z.B. am Handgelenk ertastet.

Als Normalwert beim Erwachsenen sieht man einen Puls zwischen 60 und 80 an. Aber auch die Intensität und vor allem die Regelmäßigkeit der Frequenz sind entscheidend um Aussagen über die Herzgesundheit machen zu können.



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