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Nervenstark

Der ganze Körper wird von ihnen durchzogen. Sie sind dafür verantwortlich, dass wir denken und uns bewegen können. Das gesamte ganze wird als Nervensystem bezeichnet.


Das Nervensystem

Das Nervensystem umfasst alle Nervenzellen und Gliazellen. Dieses Organsystem funktioniert im Zusammenspiel zwischen Gehirn, Rückenmark, Nerven- und Gliazellen. Ein Ganglion ist eine Ansammlung von Nervenzellkörpern. Das menschliche Nervensystem ist ein effizientes Organ, welches Reizverarbeitung und Steuerungsvorgänge steuert. Unterteilt werden kann das Nervensystem in das:


  • das zentrale Nervensystem
  • das vegetative Nervensystem
  • Sypatisches NS
  • Parasypatisches NS
  • Enterisches NS

Es besteht aus den Nervenzellen (Neuronen). Sie besitzen die Fähigkeit zur Weiterleitung einer elektrischen Erregung. 30-40 Milliarden dieser Nervenzellen bilden das Nervensystem. Die Neuronen sind durch eine noch wesentlich größere Anzahl logischer Verbindungen, den Synapsen, verbunden.


Die Nervenzellen

Sind parallel verlaufende Nervenfasern. Mehrere Axone sind zu Nervenfaserbündeln, sogenannten Faszikeln, zusammengefasst, die eine Bindegewebshülle haben. Fast alle gehören zum peripheren NS. Bei nicht-peripheren Nerven, wie beispielsweise dem Sehnerv, wird die äußere Hülle aus den Hirnhäuten gebildet.


Die Synapsen

Synapse aus dem griechischen für greifen, fassen, tasten ist die Stelle über die Nervenzellen untereinander Kontakt aufnehmen. Sie dienen demnach der Übertragung von Erregungen, können aber auch Informationen speichern. Man unterscheidet zwischen chemischen und elektronischen Synapsen.


Die Kommunikation der Nervenzellen

Damit eine Bewegung oder ein Denkprozess stattfinden kann müssen die dafür verantwortlichen Nervenzellen Signalübertagung durch chemische Prozesse in den Synapsen aktiviert werden:


  • Signal, das als elektrisches Aktionspotential ankommt, wird in ein chemisches Signal umgewandelt
  • Sendende Zelle schüttet Botenstoffe (Neurotransmitter) aus
  • Das Signal wird über den synaptischen Spalt getragen
  • Rückumwandlung in chemisches Signal

Die Mehrzahl der Synapsen arbeitet mit einer chemischen Informationsübertragung, doch in einigen Fällen gibt es auch eine unmittelbare elektrische Weiterleitung. In diesen elektrischen Synapsen wird das Aktionspotential direkt und ohne vermittelnde Neurotransmitter an die nachfolgende Zelle weitergegeben

Nervenerkrankungen

Unter Neurologie versteht man die Lehre von den Erkrankungen des Nervensystems. Es gibt viele Erkrankungen die zu den Erkrankungen der Nerven zählen. Dazu gehören vor allem Multiple Sklerose oder auch Parkinson.


Multiple Sklerose

Multiple Sklerose, auch oft einfach als MS bezeichnet, ist eine chronische Erkrankung im zentralen Nervensystem. Dabei ist die äußere Hüll-Schicht der Nervenfasern betroffen. Wie Multiple Sklerose genau entsteht, ist bis heute nicht vollständig verstanden. Die Krankheit ist nicht heilbar, jedoch kann der Verlauf durch verschiedene Maßnahmen oft günstig beeinflusst werden. Multiple Sklerose (MS) kann fast jedes neurologische Symptom auslösen, sodass sich das Krankheitsbild oft unterscheidet. Frauen erkranken doppelt so häufig an MS wie Männer. Bei den meisten Betroffenen zeigt sich die Krankheit erstmals im Erwachsenenalter zwischen 20 und 40 Jahren. Es wird diskutiert in wie weit sich gewisse Ernährungsformen auf die Erkrankung auswirken. Weitere Forschung wird benötigt um hier adäquate Aussagen treffen zu können.


Parkinson

Morbus Parkinson ist eine der häufigsten und fortschreitenden Erkrankungen des ZNS. Der Name geht auf den Arzt James Parkinson zurück. Der Morbus Parkinson ist gekennzeichnet durch das vornehmliche Absterben der dopaminproduzierenden Nervenzellen. Der Dopaminmangel ist dann für verschiedene Symptome verantwortlich. Erste Symptome sind:


  • Muskelstarre
  • Verlangsamte Bewegungen
  • Muskelzittern
  • Haltungsinstabilität

Der größte Risikofaktor ist auch hier wieder das Alter. Es gibt heute noch keine Möglichkeit einer ursächlichen Behandlung des Parkinson-Syndroms.

Nerven-Nahrung

Es gibt einige Lebensmittel und Inhaltsstoffe, die die normale Funktion des Nervensystems unterstützen können. Achten Sie schon, bevor erste Mangelsymptome auftreten, auf eine ausreichende Zufuhr an:


B-Vitamine für die Nerven

Die mit Abstand bekannteste Nervennahrung ist der Vitamin-B-Komplex. Die Vitamine des B-Komplexes sind wichtig für die normale Nervenfunktion. Besonders die Vitamin B1, B3, B5, B6 und B12 sind für die normale Funktion des Nervensystems wichtig. Der Vitamin B-Komplex steht im Fokus der Vitamine. Vitamin B12 hat eine zentrale Rolle bei den normalen Funktionen des Gehirns und des Nervensystems. In der Vielzahl von klinischen Studien, die den Zusammenhang zwischen B12 und neurologischen Erkrankungen untersuchten, zeigte sich, dass Vitamin B12 in multikausalem Zusammenhang mit unserem zentralen Nervensystem steht. Niacin, das Vitamin B3, fördert im Gehirn die Bildung von Botenstoffen, mit deren Hilfe Informationen von Nervenzelle zu Nervenzelle transportiert werden.

Ein Mangel an Vitamin B1 bemerkt man meistens zuerst an den Nerven: Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und Reizbarkeit. Bei einem Mangel an Vitamin B1 entsteht die Krankheit "Beri-Beri" (die Anzeichen sind Nervenentzündungen mit Lähmungen und Herzschwäche).


Mineralien

Magnesium ist ein wichtiger Vitalstoff für die Nervengesundheit. Ein zu niedriger Magnesiumstatus wird mit verschiedenen Symptomen wie Depression, Psychose, Reizbarkeit oder Verwirrtheit assoziiert. Es besteht ein kausaler Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Magnesium und der normalen psychischen Funktion, was durch die EU seit 2012 offiziell bestätigt wurde. Auch eine ausreichende Zufuhr an Calcium ist wichtig und nicht nur für den Knochenstoffwechsel, sondern auch für unsere Nerven. Calcium trägt zu einer normalen Signalübertragung zwischen den Nervenzellen bei. Kalziummangel stört die Erregungsübertragung in den Nerven und die Muskeltätigkeit.





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