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Richtwerte der Energiezufuhr


Empfehlungen oder Richtwerte zum Gesamtenergiebedarf berücksichtigen immer die Faktoren des GU, des Alter, der persönlichen körperliche Aktivität, der Körperzusammensetzung, aber auch Faktoren wie das Klima, Schwangerschaft, Wachstum und der Freizeitenergieumsatz müssen berücksichtigt werden. Die Referenzwerte des Deutschen, Österreichischen du Schweizer Fachgesellschaft (D-A-CH) geben Richtwerte für Personen mit einem BMI im Normalbereich und entsprechender Bewegung an.


Richtwerte für die tägliche Energiezufuhr


Alter (Jahre) Energiezufuhr Mann Energiezufuhr Frau
15 bis 19 3100 kcal 2500
19 bis 25 3000 kcal 2400
25 bis 51 2900 kcal 2300
51 bis 65 2500 kcal 2000
über 65 2300 kcal 1800

Die Werte gelten für Personen mit leichter körperlicher Tätigkeit. Quelle: »D-A-CH: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr«


Regulation der Nahrungsaufnahme


Energiezufuhr

Unter normalen Bedingungen ist der Körper in der Lage seine Nahrungsaufnahme an seinen Energiebedarf anzupassen. Vielen Menschen gelingt es trotz gleichbleiben hohem Nahrungsangebot ihr Gewicht über einen langen Zeitraum kontinuierlich zu halten. Das ist auf ein gt Funktionierendes Regulationssystem im Körper zurückzuführen. DieNahrungsaufnahme ist in biologischen Reaktionsabläufen verankert (ähnlich dem tierischem Instinkt). Beim Menschen spielen dabei psychosoziale Aspekte eine große Rolle. Eine Gewichtszunahme ist zumeist auf eine dauerhaft erhöhte Energiezufuhr und mangelnder Bewegung zurückzuführen.


Die Kontrolle der Nahrungsaufnahme wird durch einen komplexen Regeölkreis gesteuert, der bis heute nicht ganz aufgeklärt ist. Sicher ist jedoch das es für die Nahrungsaufnahme interne (z.B. hormonell) oder auch externe (z.B. Geruch) Signale gibt. Diese werden im Hypothalamus (ein Abschnitt im Gehirn) verarbeitet, der den Stoffwechsel reguliert. Auch Hunger und Sättigungsgefühle werden hier verarbeitet.


Hunger & Sättigung

Der Hunger ist eine meist unangenehme körperliche Empfindung. Die ankommende Nahrung dehnt die Wände des Verdauungskanals. Sensoren im Magen-Darm-Trakt stellen dies fest und senden an den Hypothalamus ein Sättigungssignal. Außerdem werden beim Verdauungsprozess Hormone produziert die, die Nahrungsbestandteile aufnehmen und ebenfalls die Sättigung an das Gehirn melden. Die Ausschüttung des Hormons Insulin spielt dabei eine große Rolle. Sobald viele Sättigungsreize im Hypothalamus ankommen, schüttet dieser die appetitzügelnde Substanz Serotonin aus. Allerdings ist auch bis heute nicht bekannt wie viele Hormone tatsächlich am Sättigungsprozess beteiligt sind.


Mit dem Gefühl der Sättigung signalisiert der Körper, dass ausreichend Nahrung zugeführt wurde. Sowohl bei Übergewicht, Fettleibigkeit aber auch bei Essstörungen wie Bulimie funktioniert die Hunger-Sättigungs-Regulation nicht mehr oder nur unzureichend. Auch hier ist das „Warum“ nicht vollständig geklärt.




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