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Aktuelles EFSA-Gutachten zur Sicherheitsbewertung von Soja-Isoflavonen
nach der Menopause


Hintergrund

Trotz vieler Hinweise, dass Sojakonsum (insbesondere in jungen Jahren) mit einem reduzierten Brustkrebsrisiko einhergeht, gibt es immer wieder große Bedenken, ob der Konsum von Soja-Isoflavonen nicht das Risiko für Brustkrebs sogar verstärkt. Da die chemische Struktur von Genistein und Daidzein der von Östrogen stark ähnelte, dachte man, dass die Pflanzenstoffe eine Östrogenwirkung nachahmen könnten und ähnliche Auswirkungen wie eine Ersatztherapie haben könnten.


"Beobachtungsstudien zeigten, dass der Sojakonsum bei erwachsenen asiatischen Frauen mit einem reduzierten Brustkrebsrisiko in Verbindung gebracht werden kann, für westliche Frauen gilt dieser Zusammenhang aber nicht als belegt."
(Quelle: Xie Q et al., 2013, Asia Pac J Clin Nutr 22 (1): 118ff)


So verwunderte es nicht, dass das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) bereits im Juni 2013 eine Anfrage an die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) zur Untersuchung der Risiken der Aufnahme von Soja-Isoflavonen insbesondere über Nahrungsergänzungsmittel, stellte. Ein eigenes, zuvor aufge¬stelltes Gutachten des BfR, welches stark umstritten und wenig fundiert war, sollte durch die EFSA bestätigt werden. Unabhängig von der Anfrage begann die EFSA bereits im Jahr 2009, die Unbedenklichkeit von Isoflavonen mit Sachverständigen aus verschiedenen EU-Mitgliedstaaten zu diskutieren.


Was ist die EFSA?

Die EFSA ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Bereich der Europäischen Kommission. Die Gremien der EFSA setzen sich aus hochqualifizierten und unabhängigen Sachverständigen zusammen. Gesuche um wissenschaftliche Beurteilung erhält die EFSA von der Europäischen Kommission, vom Europäischen Parlament und von den EU-Mitgliedstaaten.

Aktuelle Datenlage

Ende 2015 veröffentlichte die EFSA nun Ihr Gutachten, dass die Verunsicherung durch die Medien und vorangegangenen Gutachten eindrucksvoll beseitigen kann:


So heißt es in der Pressemitteilung vom 21. Oktober 2015:

„Isoflavone in Nahrungsergänzungsmitteln für Frauen nach der Menopause:
kein Hinweis auf schädliche Wirkung“

(Quelle: www.efsa.europa.eu/de/press/news/151021)


Die umfassende Auswertung des Fachgremiums betrachtete in der evidenzbasierten Analyse die Auswirkung von Soja-Isoflavonen in üblicher-weise verwen¬deten Dosierungen (35–150 mg/day) für menopausale Frauen, worunter auch der Isoflavonzusatz von ASLAN Harmony (in standardisierter, GMO-freier Qualität und Dosierung) fällt. Die vorliegenden Schlussfolgerungen basieren auf Daten, die zu postmenopausalen Frauen erhoben wurden, und zusätzlich durch tierexperimentelle Studienergebnisse gestützt werden. Diese Studien untersuchten den Effekt der Soja-Isoflavone über den Zeitraum von drei bis 60 Monaten.


Zusammenfassend hielt Dr. Alicja Mortensen, Vorsitzende des Sachverständigengremiums der EFSA für Lebensmittelzusatzstoffe (ANS), fest, dass sich aus den ausgewerteten Daten keine Hinweise auf schädliche Auswirkungen auf die drei berücksichtigten Organe - Brustdrüse, Gebärmutter und Schilddrüse - ergeben.

Insgesamt analysierte die EFSA 7.841 Studien, wovon für das Gutachten letztlich 43 Human- und 62 Tierstudien als relevant angesehen wurden. Für den Endpunkt Gebärmutter wurden insgesamt über 2.100 Studienteilnehmer untersucht, fast 2.300 Teilnehmer waren es in zur Datenlage bezüglich Brustkrebs und immerhin 925 Patienten ließen Ihre Ergebnisse in Sachen Schilddrüsengesundheit einfließen.



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