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Sommer, Sonne, Urlaubszeit


August bis September ist Ferienzeit. Enkelkinder besuchen ihre Großeltern auf dem Lande. Baden ist angesagt und das Herumstromern über Wiesen und Felder. Im Garten werden Pfirsiche und Pflaumen reif. Sommerzeit ist rundum gesund. So scheint es jedenfalls auf den ersten Blick. In Wirklichkeit erfordert gerade der Hochsommer besondere Vorsicht …


Der Gesundheitstipp

Hohe Temperaturen belasten Herz und Kreislauf. Neben Kindern ist die Generation „60+“ am meisten gefährdet. Senioren sollten die starke Mittagshitze meiden und sich eine kleine Fiesta gönnen. Schwitzen führt zu enormen Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten. Beides muss ausgeglichen werden. Durst ist jedoch ein viel zu spät einsetzendes Warnzeichen, denn bereits ein Flüssigkeitsdefizit von nur zwei Prozent kann Gesundheitsprobleme nach sich ziehen. Stets viel trinken und auf eine ausreichende Mineralzufuhr achten, lautet deshalb die Devise. Kalzium und Natrium sind in den meisten Getränken zur Genüge enthalten. Ein Magnesiummangel hat in der heißen Jahreszeit hingegen leichtes Spiel. Dieses lebenswichtige Mineral wird dem Organismus ebenfalls mit dem Schweiß entzogen. Fehlt hier Ersatz, können Muskelkrämpfe und Kopfschmerzen die Folge sein.

Der Rettungstrupp

Die ersehnte Sommersonne hat noch weitere Schattenseiten. Durch die hohe UV-Intensität kommt es in der Haut zur Bildung einer Unmenge freier Radikale. Diese hochreaktiven Atome besitzen ein freies Elektron, das ungestüm nach einem zweiten als Partner Ausschau hält. In den Zellwänden wird es schnell fündig und entreißt diesen das begehrte Teilchen. Die betroffene Stelle büßt dadurch nicht nur ihre Funktionsfähigkeit ein, sondern bedient sich nun ihrerseits an den Nachbarmolekülen. So kommt es zu einer Art Kettenreaktion, die den Radikalschaden an den Zellmembranen unaufhörlich vergrößert – wenn da nicht das Vitamin E wäre. Es opfert bereitwillig sein eigenes Elektron. Damit kann das Unheil zwar erst einmal gestoppt werden, das Vitamin E scheint danach aber für immer verloren. Vor so viel Selbstlosigkeit hatte Mutter Natur Respekt und sorgte für seine Rettung. Sie stellte dem Vitamin E das Vitamin C und das Spurenelement Selen zur Seite. Gemeinsam kann dieser Rettungstrupp das schädliche freie Radikal schließlich endgültig neutralisieren.


Der Unterschied

Eine komplexe Multi-Vitamin-Aufnahme wäre also in der Sommerzeit eine besonders sinnvolle Maßnahme zum Schutz der Gesundheit. Dabei haben Frauen und Männer jedoch geschlechtsspezifische Ansprüche. Sie zeigen nicht nur den berühmten „kleinen Unterschied“, sondern haben auch verschiedene Resorptions-, Ausscheidungs- und Stoffwechselparameter für viele Substanzen. Deshalb sollten Vitaminpräparate für Männer und Frauen stets maßgeschneidert sein. Das gilt vor allem für die Konzentrationen der Vitamine B1, B2, B3 (Niacin), B6, B7 (Biotin), B9 (Folsäure), B12 und die Pantothensäure.

Letztere ist übrigens der aktive Wirkstoff zur Hauterneuerung nach einem Sonnenbrand.




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