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Den Superalgen auf der Spur!


Die Tiefen der Weltmeere halten für den bewussten Konsumenten einige Schätze bereit. Zu den bedeutendsten gehören die Algen, genauer Mikrolagen. Die drei wichtigsten Vertreter sind Spirulina, Chlorella und Schizochytrium. Sie sind mikroskopisch klein und wahre Superfoods


Algen

Spirulina - Die vitalstoffreiche Uralge

Dass Algen einiges zu bieten haben ist schon seit den 1950er Jahren bekannt, denn schon da war für die Welternährungsorganisation (FAO) klar, dass Mikrolagen ein Superfood sind. Der Hintergrund: Die FAO hat Spirulina in Ernährungsmangelgebieten eingesetzt um die Nährstoffunterversorgung zu reduzieren. Mit tollen Erfolgen: Aus einer 2008 von der Welternährungsorganisation FAO veröffentlichten Studie geht zudem hervor, dass täglich zehn Gramm Spirulina-Pulver ausreichen würden, um die Mangelernährung von Kindern zu bekämpfen. Ein schöner Ansatz und ein Grund sich diese Alge mal genauer anzusehen. Spirulina-Algen gehören zu den Blaualgen und eigentlich nicht zu den Pflanzen sondern zu den Bakterien. Mit einem, im Schnitt 60%igen Proteinanteil und wichtigen Mineralstoffen wie Kalzium, Selen, Eisen, Vitamin B12, Vitamin A und einer Vielzahl an Antioxidantien ist Spirulina wirklich ein wahrer Vitalstoffheld. Besonders der Beta-Carotin Anteil liegt deutlich über dem von Chlorella-Algen.


Chlorella - das kleine Junge Grün

Dieser Übersetzung macht die Chlorella alle Ehre. Diese Süßwasser Grünalge wird häufig noch stiefmütterlich neben Spirulina behandelt. Sie besitzt ähnlich wie Spirulina einen hohen Eiweißanteil. Auch Chlorella enthält viele Vitamine, Nährstoffe und Antioxidantien. Besonders reich ist sie aber an Chlorophyll. Je mehr Chlorophyll ein Lebensmittel enthält, desto höher ist der gesundheitliche Nutzen. Dies unterscheidet sie von Spirulina. Auch in der Verdaulichkeit unterscheiden sich die beiden. Chlorella ist schwerer zu verdauen. Aber im Herstellungsprozess für Chlorella Kapseln oder Chlorella Pulver wird die Zellwand schonend aufgebrochen, wodurch die wertvollen Nähr- und Vitalstoffe vom Körper besser aufgenommen werden können. Die Verfügbarkeit der Vitamine und Mineralstoffe liegt aber bei Spirulina leicht höher.


Mikroalgen

Schizochytrium - Omega-3 in seiner Urform

Diese Alge unterscheidet sich stark von Chlorella und Spirulina sind aber mindestens genauso gesundheitsförderlich. Aber sie gehört genau wie Spirulina und Chlorella zu den Mikroalgen. Seit 2003 ist in Europa ein Omega-3-Fettsäure-reiches Öl aus der Mikroalge Schizochytrium als Novel Food zugelassen. Im Wesentlichen sind die Bestandteile des Öls aus den Algen die gleichen, wie die aus Fischen. Denn Seefische enthalten Omega-3-Fettsäuren , weil sie die entsprechenden Algen mit der Nahrung aufnehmen.

Mikroalgen sind die ursprüngliche Quelle von Omega-3-Fettsäuren.


Algenkapsel Weichkapsel

Nährstofffülle spricht für eine Nahrungsergänzung mit Mikroalgen

Spirulina und Chlorella sind in Form von Nahrungsergänzungsmitteln hauptsächlich als Presslinge zu erhalten. Bevor die Algen in diese, leicht und schnell vom Körper verwertbare Form gelangen, werden sie geerntet, zu einer Paste verarbeitet und getrocknet. Bei Schizochytrium sieht das schon anders aus, da es sich hierbei um ein Öl handelt. Öle können nicht in Tablettenform verarbeitet werden. Sie brauchen eine stabile Schutzhülle in Form einer Kapsel. Da dieses Produkt vegetarisch ist bietet sich natürlich die Verwendung einer vegetarischen Kapselhülle an. Zur Gewinnung werden die Mikrolagen in großen Behältern kultiviert. Durch diese Art der Gewinnung bleibt das Ökosystem Meer geschützt.


Wie viel ist hilfreich?

Verschiedene Quellen empfehlen ca. 20-30 Gramm beider Mikroalgen pro Tag mit der Nahrung zuzuführen. Die Zufuhrempfehlung für Omega-3-Fettsäuren ist eindeutiger: Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt min. 250 mg pro Tag DHA und EPA.




Bildquellen: Fotolia | Text: T. Pluhar
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