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Veganer Muskelaufbau ist möglich!


Das Muskelaufbau nur mit Fleisch funktioniert ist genau so ein Ammenmärchen, wie dass Veganer immer schlank sind. Letzteres bedaure ich übrigens sehr, aber das ist ein anderes Thema. Neue Studien belegen, dass Reisprotein genau so beim Muskelaufbau hilft wie beispielsweise Molkeprotein. Natürlich gibt es Unmengen an nicht-veganen Lebensmitteln, die viel Protein enthalten, und beim Muskelaufbau helfen können. Aber auch vegan ist es ohne Probleme möglich groß und stark zu werden wie Arnie, oder wer immer euer Vorbild sein mag.


Eines vorweg: Ich persönlich habe keine Erfahrung mit aktivem Muskelaufbau, denn ich lege es eher auf körperliche Fitness an als auf sichtbare Muskeln. Ich habe jedoch einige vegane Freunde, die jedem Fleisch- und Tierproduktesser im Fitnesstudio leicht die Schau stehlen. Und die Gesichter solltet ihr mal sehen, wenn man dann erzählt, dass die Herren sich vegan ernähren. Denn das Klischee und die Vorurteile haften leider immer noch an uns (Veganern), und vor allem an denen von uns, die gerne ihre hart antrainierten Muskeln spielen lassen. Wenn ihr ein lebendiges Beispiel sehen möchtet, dann könntet ihr mal bei Youtube in der Suche vegan Muskelaufbau eingeben, dort findet ihr das Video eines jungen Mannes, bei dem es hervorragend funktioniert. Der junge Mann spricht von Proteinen, veganer Ernährung, Proteinshakes und seinem Trainingsplan. Auch unabhängig vom Muskelaufbau liefert er übrigens immer mal wieder interessante Videos rund um die Themen vegan und Muskelaufbau. Und schaut euch den Herren mal an. Wenn da der Muskelaufbau nicht funktioniert, ja dann weiß ich auch nicht.


Was, wenn der Muskelaufbau bei dir nicht funktioniert?


Wenn ihr schon eine Weile trainiert, und es mit dem Muskelaufbau nicht so recht klappen will, dann solltet ihr den Fehler zuerst einmal beim Training suchen und nicht bei eurer Ernährung. Angenommen du bist schlank und trainierst auf Muskelaufbau, dann wird es mir großer Wahrscheinlichkeit an deinem Training liegen, wenn es nicht klappen will. Warum? Weil du auch bei undurchdachter Ernährung Proteine zu dir nimmst die beim Muskelaufbau helfen. Natürlich solltest du nicht jeden Tag zu Pommes und (veganem) Pudding greifen, aber das versteht sich ja quasi von selbst. So bekommst du wahrscheinlich keinen Six-Pack, sondern maximal einen One-Pack - und der wird dir nicht allzu gut gefallen, wenn das eigentliche Ziel war, durchtrainiert zu sein


Selbstverständlich ist die Ernährung wichtig und man sollte auch dieser die angemessene Beachtung schenken und sie, gerade wenn man Muskeln aufbauen möchte, mit Bedacht wählen. Dennoch: Keine Ernährung der Welt ersetzt Training. Erst recht nicht das Muskelaufbau-Training. Was du eventuell falsch machst wenn deine Muskeln einfach nicht wachsen wollen möchte ich im Folgenden kurz darlegen.


Was kannst du beim Training falsch machen?


Proteine vegan Muskelaufbau

Ich habe mir sagen lassen, dass die wichtigsten Ratschläge für Anfänger vor allem die folgenden sind. Warum? Weil gerade Anfänger hier oft Fehler machen und sich anschließend fragen, woran es liegt, dass sie ihr Ziel nicht erreichen.


1. Mach nicht zu viel!

Wenn du dauerhaft Muskeln aufbauen willst, dann solltest du deinem Körper und deinen Muskeln die Chance geben, sich zu erholen. Empfohlen wird eine Trainingseinheit maximal alle 36 Stunden, besser alle 48 Stunden. Wenn dir das nicht ausreicht und du beispielsweise jeden Tag trainieren willst, dann solltest du deine Muskeln in Gruppen einteilen. Zum Beispiel immer abwechselnd Ober- und Unterkörper. So vermeidest du die Gefahr eine Muskelgruppe überzubeanspruchen und gibst deinen Muskeln Zeit zum wachsen, und Muskelkater Zeit zu verschwinden.


2. Mach nicht immer das gleiche!

Auch wenn ich verstehen kann, dass einem bei einem Training mehrfach die Woche die Idee ausgehen können… Achte darauf, dass du in deinen Übungen variierst, und zwar mindestens alle 3 Monate. Nimm einfach ein paar Übungen heraus und ersetze sie durch andere. Auch wenn du mit den neuen Übungen die gleichen Muskelgruppen trainierst, so bewirken diese dennoch, dass deine Muskeln sich nicht langweilen und noch einmal anders beansprucht werden. Das ist wichtig, um nicht das sogenannte Plateau zu erreichen, bei dem sich eine Zeit lang erst mal gar nichts tut.


3. Mach nicht zu schnell!

Du solltest jede Übung langsam ausführen. Je schneller du die Übung durchführst umso weniger strengst du den Muskel an. Und je weniger du den Muskel anstrengst umso mehr nimmst du ihm die Chance zu wachsen. Logisch, oder?


4. Mach nichts unvorbereitet!

Wärme dich auf! Mehr gibt es dazu nicht zu sagen, denn die Begründung liegt auf der Hand. Gib’ deinen Muskeln die Chance warm zu werden, und sich auf die kommende Beanspruchung einzustellen. Ich habe einen Freund, der sagte mir mal, er stelle es sich immer so vor (auch wenn das wissenschaftlich sicher nicht sauber ist): Wenn ich meine Muskeln aufwärme, dann öffnen sie sich. Während des Trainings stelle ich mir dann vor, wie die Energie die ich beim Trainieren aufwende in den Muskel fließt und diesen größer und stärker werden lässt. Ein hübsches Bild, wie ich finde. Wenn du diese vier Tipps berücksichtigst bist du schon einmal ganz gut dabei. Wenn nun noch die richtige Ernährung dazu kommt, und wenn diese einige Proteine beinhaltet, was, wie wir heute gelernt haben, auch vegan gar kein Problem ist, dann siehst du bald aus wie Arnie. Wenn es so weit ist poste doch mal ein Foto in den Kommentaren. Gut durchtrainierte Menschen schaue ich mir immer wieder gerne an ;)




Bildquellen: Fotolia | Text: Katharina
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