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Vitalstoffe und das Auge


Das können Sie für Ihre Augengesundheit vorab tun:

  • Essen Sie ausgewogen und abwechslungsreich.
  • Orientieren sich an der Regel „5 am Tag“: 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst sollten Sie täglich aufnehmen.
  • Fettreiche Seefische sollten mindestens einmal die Woche in Ihrer Ernährung Einzug halten. Diese enthalten die wichtigen Omega-3-Fettsäuren: DHA und EPA

Vitamin A

Ist am natürlichen Sehvorgang in Form von dem Derivat Retinsäure beteiligt. Vitamin A unterstützt den Erhalt der normalen Sehfunktion.


Zink

Zink wirkt indirekt über Vitamin A am Sehvorgang mit. Der komplette Vitamin A –Stoffwechsel wird in Abhängigkeit des Spurenelements Zink gesteuert. Somit wird auch Zink benötigt, wenn es um die Förderung der Erhaltung des Sehvorgangs geht.


Omega-3-Fettsäuren

Zu den augengesunden Fetten gehört die Fettsäure Docosahexaensäure, kurz DHA. Diese unterstützt den Erhalt des normalen Sehens. Dazu müssen Sie jedoch täglich eine Menge von 250 mg aufnehmen. Diese Menge erreichen Sie nur, wenn Sie regelmäßig und häufig fettreichen Seefisch essen.


Vitamin C und E

Vitamin E trägt zum Schutz der Körper- und Augzellen bei, diese vor oxidativem Stress und somit Beschädigung zu schützen. Vitamin C hingegen ist bei der Regeneration von „verbrauchtem“ Vitamin E beteiligt.


Lutein und andere Carotinoide

Vitamin E trägt zum Schutz der Körper- und Augzellen bei, diese vor oxidativem Stress und somit Beschädigung zu schützen. Vitamin C hingegen ist bei der Regeneration von „verbrauchtem“ Vitamin E beteiligt.


Nutzen Sie die natürliche Sonnenbrille, die im Körperinneren aufgesetzt wird.


Die wichtigsten Augenveränderungen im Alter


Das Auge ist ein komplexes Organ und der Akt des Sehens ein komplizierter Vorgang, der anfällig ist für Störungen. Hinter manchen Sehschwächen verbirgt sich der Beginn einer ernstzunehmenden Augenkrankheit. Zu den häufigsten Augenkrankheiten im Alter zählen der „Graue Star“ und die altersabhängige „Makula-Degeneration“ (auch AMD genannt). Es ist wichtig, sie früh zu erkennen und zu behandeln, denn sie können zu vollständigem Sehverlust führen.


Grauer Star (Katarakt)

Unter dem Begriff Grauer Star oder Katarakt werden Augenerkrankungen zusammengefasst, die mit einer Trübung der Augenlinse einhergehen. Heutzutage ist fast jeder ältere Mensch vom Grauen Star betroffen. Der Graue Star ist weltweit die häufigste Erblindungsursache.


Erste Symptome: Das Sehen wird unscharf und kontrastarm, der Farbsinn ist beeinträchtigt. Struktureiweiße der Linse verändern sich, kristallisieren aus und trüben so die Linse Schritt für Schritt ein. Diese anfänglich leichten Sehstörungen, nehmen mit der Zeit immer weiter zu und die Betroffenen leiden zusätzlich unter erhöhter Empfindlichkeit vor Blendungen. Der Patient sieht im fortgeschrittenen Stadium alles nur noch wie durch ein Milchglas.


Es ist ein sehr langsamer Prozess. Daher vergeht in der Regel viel Zeit, bis der Patient einen Augenarzt aufsucht. Um eine frühzeitige Diagnose zu ermöglichen, sollte man ab 40 regelmäßig zur Augenuntersuchung gehen. Medikamentös lässt sich der Katarakt nicht behandeln, wohl aber mit einer Operation. Da bisher unbekannt ist, wieso es überhaupt zu der Entwicklung eines Stars kommt, ist unklar, wie sich der Graue Star verhindern lässt. Eine gesicherte Prävention zu empfehlen fällt den Experten also schwer. Sicher ist nur, dass sehr viele Faktoren eine Rolle spielen können. In den allermeisten Fällen handelt es sich aber schlicht um einen Alterungsprozess.


Altersabhängige Makula-Degeneration (AMD)

Die altersabhängige Makula-Degeneration ist in den Industrienationen die häufigste Ursache für den Verlust der zentralen Sehschärfe im Alter. Es betrifft mehr als 50% aller über 80-Jährigen. Die Makula-Degeneration führt auch im späten Stadium nicht zur vollständigen Erblindung, aber die Patienten verlieren ihre Fahrtüchtigkeit, die Lesefähigkeit und können ihre Mitmenschen kaum mehr erkennen.


Die AMD tritt zunächst nur an einem Auge auf. Aber bei der Hälfte der Patienten entwickelt sich die Krankheit innerhalb der nächsten 5 Jahre auch am zweiten Auge.


Man unterscheidet zwei Formen der altersabhängigen Makula-Degeneration: die feuchte und die trockene Form. An der trockenen Form leiden rund 85 Prozent der betroffenen Menschen. Ursächlich für das Leiden sind anfallende Stoffwechselprodukte, welche nicht aus dem Auge abtransportiert werden können. Dabei erfüllt das Gewebe im höheren Alter seine Aufgaben nicht mehr richtig; man kann also auch hier von einem Alterungsprozess ausgehen. Erste Kennzeichen sind Ablagerungen, die sogenannten Drusen, unter der Makula. Sie verschlechtern die Ernährung / Versorgung der Netzhaut und die Makula-Schicht wird ausgedünnt. Die trockene Form schreitet nur sehr langsam fort, wobei nach und nach zentrale Netzhautzellen absterben, was zu einer allmählichen Sehverschlechterung führt.


Bei der trockenen AMD geht es mangels wirkungsvoller Behandlungsmöglichkeiten vor allem darum, beeinflussbare Risikofaktoren auszuschalten, also gesund zu leben. Zu den Risikofaktoren zählen nach derzeitiger Meinung der Fachexperten Rauchen, Belastung der Augen durch Licht und UV-Strahlung, Bluthochdruck und vermutlich auch Übergewicht. Mit steigendem Alter nimmt das Risiko für die AMD sprunghaft zu. Da die Lebenserwartung von Frauen höher ist als von Männern, sind Frauen häufiger betroffen.


Guter Lichtschutz für die Augen, gesunder Lebensstil, rechtzeitige Kontrollen beim Augenarzt: Das sind Eckpunkte der Vorbeugung und Früherkennung von Augenerkrankungen. Ein wichtiger Beitrag zur rechtzeitigen Diagnose sind Früherkennungsuntersuchungen beim Augenarzt ab 40, spätestens aber ab 50 Jahren, insbesondere bei bekanntem Risiko in der Familie.


Was den Lebensstil betrifft, so sind regelmäßige körperliche Bewegung und eine ausgewogene gesunde Ernährung empfehlenswert.


Favoriten hier: viel Obst und grünblättriges Gemüse – die besten natürlichen Quellen Antioxidantien.


Neben dem bekannten Vitamin C zählt man auch das Carotinoid Lutein dazu, ein Verwandter des Beta-Carotins. Lutein findet sich als gelbes Pigment in der Makula und spielt dort eine wichtige Rolle im Stoffwechsel. Allgemein wird empfohlen, sich an der Mittelmeerkost im ursprünglichen Sinn zu orientieren, das heißt: mehrmals in der Woche Meeresfisch, aber nur wenig Fleisch, Wurstwaren und Käse, was auch gleichbedeutend ist mit weniger tierischen gesättigten Fetten. Die Verwendung von Pflanzenölen, die einfach ungesättigte Fettsäuren und Omega-3-Fettsäuren liefern und reichlich frisches Obst und Gemüse in ihrer natürlichen Vielfalt stehen im Vordergrund.




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